Editorial Fotografie im Atelier von Manfred Mader

Editorial Porträt Fotografie

Manchmal führt mich meine Arbeit als Fotografin an Orte, die man von außen kaum erahnen würde. Für eine Reportage über den Mühlheimer Künstler Manfred Mader besuchte ich gemeinsam mit Eva Kressel sein Atelier in der alten Lederwarenfabrik. Während Eva Kressel das Interview führte, entstand für mich die Gelegenheit, mit meiner Kamera in die Welt des Künstlers einzutauchen. Diese Art der Editorial Fotografie im Atelier liebe ich besonders: Menschen in ihrem eigenen Umfeld zu fotografieren, ihre Arbeitswelt kennenzulernen und mit Bildern eine Geschichte zu erzählen.

Die Reportage erschien im Winter 2019 im m.agazin der Stadtwerke Mühlheim unter dem Titel „Der Maler Mader – Kunst aus der alten Lederwarenfabrik“. Das Magazin stellte Manfred Mader als einen der Künstler vor, die in diesem besonderen Gebäude arbeiten und es mit Kreativität und Leben füllen.

Ein Besuch in der alten Lederwarenfabrik

Ein Atelier ist mehr als nur ein Arbeitsplatz. Es erzählt oft schon viel über den Menschen, der dort arbeitet. Farben, Materialien, Werkzeuge, angefangene Arbeiten und natürlich die Bilder selbst schaffen eine ganz eigene Atmosphäre.

Genau das macht für mich den Reiz einer fotografischen Reportage aus. Ich möchte nicht nur ein Porträt aufnehmen, sondern auch das Umfeld mit einbeziehen. Wo arbeitet ein Mensch? Was umgibt ihn? Welche Details erzählen etwas über seine Persönlichkeit und seine Arbeit?

Bei meinem Besuch bei Manfred Mader gab es viel zu entdecken. Besonders seine Bilder haben mir sehr gut gefallen. Sie waren natürlich ein wichtiger Teil der fotografischen Geschichte, aber genauso interessant war der Künstler selbst inmitten seiner Arbeitsumgebung.

Editorial Fotografie im Atelier erzählt mehr als ein Porträt

Bei der Editorial Fotografie im Atelier entstehen Bilder, die einen Menschen nicht losgelöst vor einem neutralen Hintergrund zeigen. Der Ort wird Teil des Porträts und hilft dabei, eine Geschichte zu erzählen.

Gerade für Künstlerinnen und Künstler, aber auch für Unternehmer, Handwerker, Autorinnen oder Menschen mit einem besonderen Beruf, bietet sich diese Art der Fotografie an. Bilder können zeigen, wie jemand arbeitet, welche Atmosphäre einen Ort prägt und was einen Menschen in seinem Tun ausmacht.

Dabei entstehen ganz unterschiedliche Motive: beobachtende Aufnahmen während der Arbeit, Porträts, Details von Händen und Materialien oder Bilder, die den Raum und seine besondere Stimmung einfangen.

Gemeinsam entsteht eine Geschichte

Bei dieser Reportage war die Zusammenarbeit mit Eva Kressel besonders schön. Während sie das Gespräch mit Manfred Mader führte und seine Geschichte für den Text festhielt, konnte ich mich auf die Bilder konzentrieren.

Interview und Fotografie ergänzen sich bei einer solchen Reportage auf besondere Weise. Das gesprochene Wort gibt Einblicke in Gedanken, Hintergründe und persönliche Geschichten. Die Fotografie zeigt den Menschen, seinen Ort und die kleinen Details, die sich manchmal nur mit der Kamera festhalten lassen.

Für mich war der Besuch bei Manfred Mader deshalb nicht einfach nur ein Fototermin. Es war ein Blick in die Arbeitswelt eines Künstlers und ein schöner Nachmittag an einem Ort voller Bilder, Farben und Geschichten.

Genau solche Begegnungen sind es, die ich an meiner Arbeit als Fotografin seit vielen Jahren liebe. Mit der Kamera Menschen zu begegnen, ihre Geschichten kennenzulernen und daraus eine fotografische Reportage entstehen zu lassen – ob in einem Atelier, einem Unternehmen, einer Werkstatt oder an einem ganz anderen Ort.

Wenn Sie für ein Magazin, eine Unternehmenspublikation oder eine redaktionelle Geschichte eine Fotografin suchen, begleite ich Menschen und ihre Arbeit mit neugierigem Blick und einem Gespür für die Geschichte hinter den Bildern.

Der Artikel erschien im Winter 2019 im Stadtwerke m.agazin